Швајцарски Handelszeitung посветио специјално издање Србији: „Снажни темељи, нове шансе“

Die Schweizer Handelszeitung widmet Serbien eine Sonderausgabe: „Starke Grundlagen, neue Chancen“

02. Jul 2026.
Die renommierte Schweizer Wirtschaftszeitung Handelszeitung, eine der führenden Publikationen für Wirtschaft, Finanzen und Investitionen in der Schweiz, hat eine Sonderausgabe unter dem Titel „Standort Serbien“ veröffentlicht. Darin wird Serbien als attraktiver Wirtschafts- und Investitionsstandort vorgestellt. Die Zeitung hebt hervor, dass sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz in einem deutlichen Aufwärtstrend befinden und zunehmend von Investitionen, Innovationen, der IT-Branche, Biotechnologie sowie der Expo 2027 geprägt werden.

Die Sonderausgabe erscheint in dem Jahr, in dem Serbien und die Schweiz 110 Jahre diplomatische Beziehungen begehen – und zu einem Zeitpunkt, an dem sich die bilateralen Beziehungen, insbesondere nach dem Staatsbesuch des Präsidenten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Guy Parmelin, in Belgrad im April, sichtbar vertieft haben.

In seinem Grußwort betont Bundespräsident Guy Parmelin, dass Serbien und die Schweiz über „starke Grundlagen und neue Chancen“ verfügen. Er erinnert daran, dass die Beziehungen der beiden Länder während der schwierigen Zeit des Ersten Weltkriegs ihren Anfang nahmen und sich im Laufe von mehr als einem Jahrhundert zu einer stabilen und vertrauensvollen Partnerschaft entwickelt haben, die auf Dialog, gegenseitigem Respekt und gemeinschaftlichem Engagement beruht. Besonders hebt er die menschliche Dimension der bilateralen Beziehungen hervor. Die serbische Gemeinschaft in der Schweiz mit rund 130.000 Angehörigen sei eine der größten des Landes und bilde eine lebendige Brücke zwischen Serbien und der Schweiz. Die enge Verbundenheit zeige sich auch in den wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Beziehungen: Rund 50 Flüge pro Woche verbinden Zürich, Genf und Basel mit Belgrad. Parmelin unterstreicht, dass Serbien heute der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz im Westbalkan ist.

Laut der Handelszeitung sind mehr als 600 Schweizer Unternehmen in Serbien tätig. Die Direktinvestitionen aus der Schweiz beliefen sich in den vergangenen zehn Jahren auf rund 2,3 Milliarden Euro. Das bilaterale Handelsvolumen überschritt im Jahr 2024 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro, was die Zeitung als bedeutendes Zeichen für stabiles Wachstum und wachsendes Vertrauen der Investoren wertet.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sonderausgabe ist das Interview mit dem Botschafter der Republik Serbien in der Schweiz, Dr. Ivan Trifunović, unter dem Titel „Serbia is open for business“. Darin bezeichnet er die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz als „stark, substanziell und zunehmend strategisch“ und hebt hervor, dass die Schweiz zu den wichtigsten Investitionspartnern Serbiens zählt. Nach seinen Worten wird Serbien heute nicht mehr ausschließlich als Standort mit niedrigen Produktionskosten wahrgenommen. „Dieses Bild ist überholt“, lautet eine der zentralen Botschaften des Interviews. Vielmehr entwickelt sich Serbien zunehmend zu einem Standort für Dienstleistungen, Innovation, Forschung, Technologie und hochwertige industrielle Produktion.

Botschafter Trifunović weist außerdem darauf hin, dass der Warenhandel zwischen Serbien und der Schweiz im Jahr 2025 die Marke von einer Milliarde Euro überschritten hat. Der Dienstleistungshandel beläuft sich auf rund 1,6 Milliarden Euro, wobei Serbien einen Überschuss von etwa 147 Millionen Euro erzielt. Dies belege, dass Serbien nicht nur Waren exportiere, sondern auch hochwertige Dienstleistungen wie Informationstechnologie, Ingenieurleistungen, Unternehmensdienstleistungen, professionelle Beratung und digitale Kompetenzen.

Die Handelszeitung hebt besonders hervor, dass Serbien eine Kombination von Standortvorteilen bietet, die in Europa zunehmend selten geworden ist: makroökonomische Stabilität, wettbewerbsfähige Kosten, gut ausgebildete Fachkräfte, dynamisches Wachstum, geografische Nähe zur Europäischen Union sowie eine Regierung, die aktiv daran arbeitet, internationale Investoren anzuziehen. Darüber hinaus wird darauf verwiesen, dass Serbien von S&P und Moody’s ein Investment-Grade-Rating erhalten hat – ein wichtiges Signal für internationale Investoren.

Der Besuch von Bundespräsident Parmelin in Belgrad im April wird als bedeutendes politisches und wirtschaftliches Signal gewertet. Botschafter Trifunović betont, dass die Schweiz derartige Besuche – insbesondere in Begleitung einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation – nicht routinemäßig organisiert. Dies zeige, dass die Schweiz Serbien zunehmend nicht nur als Land des Westbalkans, sondern als Wirtschaftspartner, Wachstumsmarkt und Plattform für Innovationen und Investitionen betrachte.

Die Sonderausgabe hebt jene Bereiche hervor, in denen das größte Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit besteht: verarbeitende Industrie, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, Infrastruktur, Logistik, Energie, Umweltschutz, Informationstechnologie, digitale Dienstleistungen, Bildung sowie die duale Berufsbildung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Biotechnologie und dem BIO4 Campus in Belgrad, der sich zu einem regionalen Zentrum für Biotechnologie, Biomedizin, Bioinformatik und Künstliche Intelligenz entwickeln soll. Für die Schweiz ist dabei besonders bedeutsam, dass Serbien seine Zusammenarbeit mit Roche, Novartis und dem Basler Start-up Swiss Rockets ausbaut und sich dadurch auf natürliche Weise mit Basel als einem der weltweit führenden Zentren der Life Sciences verbindet.

Ein weiterer Beitrag in der Sonderausgabe spricht von einem „wirtschaftlichen Quantensprung“, den Serbien in den vergangenen zehn Jahren vollzogen habe. Das Land habe das Image eines von Krisen geprägten Balkanmarktes hinter sich gelassen und sich als ernstzunehmender und wettbewerbsfähiger Investitionsstandort etabliert. Belgrad wird als dynamisches IT-Zentrum beschrieben, während der Informations- und Kommunikationssektor als einer der wichtigsten Motoren für Wachstum und Exporte gilt.

Schweizer Gesprächspartner heben insbesondere die hohe Qualifikation serbischer Ingenieurinnen und Ingenieure sowie technischer Fachkräfte hervor. Für Schweizer Unternehmen seien zudem die geografische Nähe – der Flug zwischen Zürich und Belgrad dauert rund 80 Minuten –, die englischsprachige Arbeitswelt, westeuropäische Standards im IT-Sektor sowie die Tatsache von großer Bedeutung, dass serbische Fachkräfte nicht nur Dienstleistungen erbringen, sondern aktiv an der Entwicklung neuer Produkte und technologischer Lösungen mitwirken.

Großen Raum nimmt auch die Expo 2027 in Belgrad ein, die unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“ stattfinden wird. Die Schweiz war das erste Land, das seine Teilnahme offiziell bestätigt hat – ein frühes Zeichen des Vertrauens in Serbien als Gastgeber. Erwartet werden mehr als 135 teilnehmende Länder sowie rund vier Millionen Besucherinnen und Besucher während der 93-tägigen Ausstellung. Die Expo wird nicht nur als bedeutendes internationales Ereignis dargestellt, sondern auch als langfristiger Impulsgeber für Infrastruktur, Investitionen, Tourismus, Innovationen und die Kreativwirtschaft.

Insgesamt vermittelt die Sonderausgabe der Handelszeitung der Schweizer Wirtschaft eine klare Botschaft: Serbien ist eine moderne europäische Volkswirtschaft mit solidem Wachstum, qualifizierten Fachkräften, einer starken industriellen Basis und einem zunehmend dynamischen Innovationsökosystem. Anstelle des früheren Bildes eines kostengünstigen Produktionsstandorts präsentiert die Zeitung Serbien als Partner auf dem Weg zu einer wissensbasierten Wirtschaft.

Die abschließende Botschaft von Botschafter Dr. Ivan Trifunović an die Schweizer Wirtschaft ist daher eindeutig: Serbien lohnt einen genaueren Blick. Unternehmen, die frühzeitig, sorgfältig und strategisch in Serbien investieren, werden langfristig gut positioniert sein. Oder, wie es der Titel des Interviews treffend formuliert: „Serbia is open for business.“

Die vollständige Sonderausgabe finden Sie hier: https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:6d1fe679-ad49-45ca-a49c-28f…