Fotoausstellung „Verletzliche und vergessene Menschen“ in Zürich eröffnet
Zur Ausstellungseröffnung kamen zahlreiche Gäste aus dem diplomatischen Korps, der Wirtschafts- und Geschäftswelt, Vertreter kultureller und künstlerischer Institutionen sowie viele Mitglieder der serbischen Diaspora in der Schweiz. Unter den Anwesenden befanden sich der Botschafter der Republik Serbien in der Schweiz, Ivan Trifunović, der Direktor des Amtes für öffentliche und kulturelle Diplomatie, Arno Gujon, sowie die Autorin der Ausstellung, die südafrikanische Fotografin Katharine Cooper.
In seiner Ansprache in der Galerie KUNSThouse betonte Arno Gujon, dass die Ausstellung das Ziel habe, einem internationalen Publikum die Lebenswirklichkeit der Serben in Kosovo und Metochien näherzubringen und auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, denen sie beim Erhalt ihrer Identität sowie ihres kulturellen und religiösen Erbes gegenüberstehen. Zudem verwies er auf die Parallelen zwischen der Lage der serbischen Gemeinschaft in Kosovo und Metochien und dem Leid christlicher Gemeinschaften im Nahen Osten.
„Die Ereignisse in Kosovo und Metochien spielen sich im Herzen Europas ab, nur wenige Stunden von Zürich, Paris oder Brüssel entfernt. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, über politische Fragen oder internationales Recht zu sprechen, sondern durch menschliche Geschichten, Emotionen und den Alltag der dort lebenden Familien eine Realität sichtbar zu machen, die der breiten Öffentlichkeit oft verborgen bleibt“, erklärte Gujon.
Katharine Cooper erklärte, dass sie mit ihrer fotografischen Arbeit das Leben von Menschen dokumentieren möchte, die aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft Verfolgung, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind. Ihrer Ansicht nach bietet die Fotografie die Möglichkeit, ihre Zeugnisse zu bewahren und zugleich die Stärke jener Gemeinschaften zu zeigen, die trotz zahlreicher Herausforderungen ihre Identität, Traditionen und ihre Würde bewahren.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Fotografien aus mehreren Werkzyklen der Künstlerin, die Gemeinschaften gewidmet sind, die von Konflikten, Vertreibung und gesellschaftlicher Marginalisierung betroffen sind. Einen besonderen Platz nehmen die Fotografien ein, die während ihrer Aufenthalte in Kosovo und Metochien in den Jahren 2016 und 2025 entstanden sind und den Alltag der serbischen Bevölkerung in den Enklaven sowie die Herausforderungen ihres Lebens dokumentieren. Die Besucher hatten ausserdem Gelegenheit, Fotografien aus Regionen Subsahara-Afrikas, darunter Simbabwe und Mosambik, sowie aus dem Nahen Osten – insbesondere aus Syrien und dem Irak – zu sehen.
Die Kuratorin der Ausstellung, Ida Sinkević, hob hervor, dass die Fotografien von Katharine Cooper eine starke humanitäre Botschaft vermitteln. Sie erinnern daran, dass sich hinter Statistiken, politischen Analysen und Medienberichten reale Menschen mit ihren eigenen Lebensgeschichten, Namen und Identitäten verbergen.
Die Ausstellung „Verletzliche und vergessene Menschen“ lädt das Publikum dazu ein, hinter politischen Narrativen und Zahlen die menschliche Dimension gegenwärtiger Krisen zu erkennen. Durch eindrucksvoll festgehaltene Szenen aus Kosovo und Metochien, Afrika und dem Nahen Osten eröffnet die Künstlerin einen Raum für das Verständnis universeller Themen wie Verwundbarkeit, Überleben und Menschenwürde und verleiht Gemeinschaften eine Stimme, deren Geschichten in der heutigen Welt oft übersehen werden.
Das grosse Interesse des Publikums und die zahlreichen positiven Reaktionen der Besucher bestätigten erneut die Bedeutung kultureller Veranstaltungen, die durch Kunst den Dialog, das gegenseitige Verständnis und die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses fördern.