Schweizer Parlamentarier zu Besuch in der Nationalversammlung der Republik Serbien
Marina Raguš hob die guten und langjährigen Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz hervor und betonte, dass im kommenden Jahr das 110-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern gefeiert wird.
Im Hinblick auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit betonte Raguš, dass in Serbien 549 Schweizer Unternehmen tätig sind, die mehr als 12.000 serbische Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Sie wies darauf hin, dass Serbien ein starkes Wachstum im IT-Sektor sowie in der Innovationsinfrastruktur – einschließlich Wissenschafts- und Technologieparks und Datenzentren – verzeichnet und dass gerade in diesen Bereichen ein großes Potenzial für die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Schweiz besteht, einschließlich im Bildungssektor.
Im Gespräch mit den Schweizer Parlamentariern stellte die Vizepräsidentin der Nationalversammlung fest, dass es erhebliches Potenzial zur Intensivierung der interparlamentarischen Zusammenarbeit gibt – sowohl auf bilateraler Ebene, durch engere Verbindungen zwischen Fachausschüssen und Freundschaftsgruppen, als auch auf multilateraler Ebene im Rahmen internationaler parlamentarischer Organisationen und Foren.
Die Schweizer Parlamentarier Glarner und Imark waren sich einig, dass großes Potenzial zur Stärkung der Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz in zahlreichen Bereichen besteht, insbesondere in der Wirtschaft. Sie betonten, dass die parlamentarische Zusammenarbeit eine wichtige Rolle bei der Förderung neuer Initiativen spielen kann. Zudem waren sie sich einig, dass die regionale Initiative „Open Balkan“ eine gute Gelegenheit bietet, die wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz mit der gesamten Region des westlichen Balkans zu vertiefen.
Während des Treffens wurde auch die Bedeutung des bevorstehenden OSZE-Vorsitzes der Schweiz hervorgehoben. Marina Raguš informierte ihre Gesprächspartner über die schwierige Lage der serbischen Bevölkerung im Kosovo und Metochien und wies darauf hin, dass ihnen grundlegende Menschen- und Bürgerrechte vorenthalten werden. Sie unterstrich, dass die KFOR-Truppen der Garant für die Sicherheit der Serben im Kosovo und Metochien sind, und betonte, dass die Gemeinschaft der Serbischen Gemeinden, die einzige Verpflichtung Pristinas aus dem Brüsseler Abkommen, auch mehr als ein Jahrzehnt nach dessen Unterzeichnung nicht gegründet wurde. Sie erklärte, dass dies den weiteren Dialog zwischen Belgrad und Pristina erheblich behindert, und hob hervor, dass die Unterstützung der Schweiz in dieser Frage – insbesondere im Rahmen ihres OSZE-Vorsitzes – von außerordentlicher Bedeutung wäre.