Staatsfeiertag in der Botschaft Serbiens in Bern begangen: „Die Schweiz und Serbien sind nicht nur Staaten, die zusammenarbeiten – sondern Gesellschaften, die einander verstehen“
Dem Empfang wohnten zahlreiche hochrangige Gäste aus dem politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Leben der Schweiz bei, darunter mehr als 50 in Bern akkreditierte Botschafter, Vertreter internationaler Organisationen, Mitglieder des Schweizer Parlaments sowie zahlreiche Angehörige der serbischen Diaspora.
Besondere Ehre verliehen der Veranstaltung die Ehrengäste – der Staatssekretär im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten Alexandre Fasel sowie der Generalsekretär des Außenministeriums der Republik Serbien Dušan Kozarev, die gemeinsam mit dem Botschafter der Republik Serbien in der Schweiz, Ivan Trifunović, zu den Anwesenden sprachen.
In seiner Ansprache betonte Botschafter Trifunović, dass die Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz über den klassischen Rahmen zwischenstaatlicher Zusammenarbeit hinausgingen und es sich vielmehr um Beziehungen zwischen Gesellschaften handle, die einander verstehen und respektieren. Unter Bezugnahme auf seine langjährige persönliche Verbundenheit mit der Schweiz hob er die Werte des schweizerischen politischen Systems hervor, insbesondere die Kultur der direkten Demokratie, die institutionelle Stabilität sowie das hohe Vertrauen zwischen Bürgern und Staat. Dabei unterstrich er auch die Bedeutung der serbischen Diaspora als wichtige und lebendige Brücke zwischen beiden Ländern.
Staatssekretär Fasel bestätigte, dass der Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Guy Parmelin, im April zu einem offiziellen Besuch in der Republik Serbien weilen werde. Dies stelle ein starkes politisches Signal und ein besonders wichtiges Ereignis im Jubiläumsjahr dar. Er hob zudem die Dynamik der bilateralen Beziehungen hervor und erinnerte an den intensiven Flugverkehr sowie die engen wirtschaftlichen und menschlichen Verbindungen zwischen beiden Ländern.
Generalsekretär Kozarev sprach sein Beileid anlässlich des tragischen Ereignisses in Crans-Montana aus, bei dem der serbische Staatsangehörige Stefan Ivanović ums Leben kam, und würdigte dessen heldenhaften und humanen Einsatz. In seinen Ausführungen ging er zudem auf die Lage der serbischen Gemeinschaft im Kosovo und in Metochien ein, verwies auf die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert ist, und betonte die Bedeutung einer kontinuierlichen Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft.
Der festliche Abend wurde durch ein reichhaltiges Kulturprogramm abgerundet, in dessen Rahmen junge serbische klassische Musiker auftraten. Einen besonders emotionalen Eindruck hinterließ die Interpretation der Komposition „Mondschein über der Donau“ des renommierten Jazzkomponisten Bubiša Simić.
Die starke diplomatische Präsenz, die herzliche Atmosphäre sowie die klaren Botschaften der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts machten den Empfang in Bern zu mehr als einem protokollarischen Ereignis – zu einer kraftvollen Bestätigung der tiefen und vielschichtigen Beziehungen zwischen der Republik Serbien und der Schweizerischen Eidgenossenschaft.