Bilaterale politische Konsultationen zwischen Serbien und der Schweiz in Belgrad abgehalten
Die serbische Delegation wurde von Botschafterin Tamara Rastovac Siamashvili, amtierende stellvertretende Ministerin für bilaterale Zusammenarbeit, geleitet. Die Schweizer Delegation stand unter der Leitung von Botschafter Pierre-Yves Fux, Leiter der Abteilung Eurasien. An den Gesprächen nahm auch die Schweizer Botschafterin in der Republik Serbien, Anne Lugon-Moulin, teil.
Im Rahmen des Treffens wurde übereinstimmend festgestellt, dass die Beziehungen zwischen Serbien und der Schweiz sehr gut und vielfältig sind und sich der politische Dialog, auch auf höchster Ebene, intensiviert hat. Dabei wurde hervorgehoben, dass die regelmässige Durchführung politischer Konsultationen einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit auf bilateraler und multilateraler Ebene leistet.
Besonders betont wurde, dass Serbien und die Schweiz in diesem Jahr den 110. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen begehen. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung des Abkommens über das Schweizerisch-Serbische Innovationsprogramm für den Zeitraum 2026–2030 hervorgehoben, das im April 2026 anlässlich des Besuchs des Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Belgrad unterzeichnet wurde. Das Abkommen bildet einen wichtigen Rahmen für die Weiterentwicklung des Innovationsökosystems Serbiens und unterstreicht die ausgezeichnete Zusammenarbeit beider Länder in diesem Bereich. Zudem wurde die Weiterentwicklung der parlamentarischen Zusammenarbeit gewürdigt und die Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass diese auch künftig fortgesetzt wird.
Die Konsultationen umfassten auch Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Teilnahme der Schweizerischen Eidgenossenschaft an der Spezialisierten Expo 2027 in Belgrad. Die Schweizer Seite informierte zudem über ihre Pläne zur Durchführung eines Gipfeltreffens zum Thema künstliche Intelligenz, das im Juni 2027 in Genf stattfinden soll.
Darüber hinaus erörterten die beiden Delegationen die Zusammenarbeit im Rahmen internationaler Organisationen, darunter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Vorsitz die Schweiz derzeit innehat, sowie des Europarates. Auch die gegenseitige Unterstützung von Kandidaturen in internationalen Organisationen wurde thematisiert.
Die serbische Seite informierte ausserdem über die äusserst schwierige Lage der serbischen Gemeinschaft im Kosovo und in Metochien. Dabei wurde auf die ausbleibenden Fortschritte im Dialog zwischen Belgrad und Pristina aufgrund der mangelnden Kooperationsbereitschaft Pristinas hingewiesen. Zugleich wurde die Bedeutung der Verhinderung einseitiger Massnahmen Pristinas hervorgehoben, die die Stabilität und die Rechte der serbischen Gemeinschaft gefährden.
Ferner tauschten sich die Gesprächspartner über die aktuelle Lage auf dem Westbalkan aus. Die serbische Seite informierte zudem über die Aktivitäten und Fortschritte im Prozess der europäischen Integration.
Die Durchführung dieser politischen Konsultationen bekräftigt den kontinuierlichen Dialog zwischen Serbien und der Schweiz sowie das gemeinsame Engagement für die weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen und die Stärkung der Zusammenarbeit in Bereichen von beiderseitigem Interesse.